10 Dinge die du als Model zu einem Fotoshooting (Fashion) mitbringen solltest

Liebe Leser,

es ist egal ob man ein Model-Küken oder ein „alter Hase“ mit viel Erfahrung ist, eine gewisses Maß an Aufregung herrscht vor jedem Shooting. Da kann man schnell schon einmal etwas vergessen, das später schmerzlich vermisst wird. Auch mir ist das schon das ein oder andere Mal passiert. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wenn ich gerade nicht arbeite oder fotografiere, stehe ich gerne auch mal selbst vor der Kamera. Nicht nur, weil es mir Spaß macht, sondern weil der Seitenwechsel mir immer wieder gut tut, um meinen Horizont zu erweitern und Erfahrungen zu sammeln, die ich später in meiner eigenen Arbeit mit einem Model einfließen lassen kann. Meine wohl wichtigste „lesson learned“ war es, sich immer ausreichend Zeit zum Packen der Shootingtasche zu nehmen. Da das nicht immer so einfach ist, habe ich hier ein paar Tipps für euch, die sich für mich bewehrt haben (auch wenn ich selbst die Heldin des Regelbruchs bin *hust*).

  • Tasche zwei bis drei Tage vorher packen.
    Vorbereitung ist alles. Falls euer Lieblingsteil noch gewaschen werden muss und ihr im Shooting nicht darauf verzichten wollt, sollte euch das rechtzeitig auffallen und nicht erst ein paar Stunden bevor ihr los müsst. So fällt euch auch auf, ob ihr dieses oder jenes Accessoire habt oder noch ganz dringend etwas braucht.

 

  • Accessoires
    Sie sind das A und O bei jedem Shooting. Es ist einfach nur schade, wenn man ein tolles Styling hat, aber nur eine dünne Silberkette trägt, wo doch die rote Statementkette so phantastisch gepasst hätte. Accessoires müssen aber nicht zwingend nur Schmuckstücke sein. Manchmal nehme ich auch alte Bücher, meinen entzückenden Totenkopf „Hamish“ oder Sekt- und Weingläser mit zu einem Shooting. Je nachdem, was das Thema ist und was man zur Gestaltung einer Szene gebrauchen könnte.

 

  • Schuhe
    Oh Gott ja! Gibt es etwas schlimmeres, als unpassende Schuhe zu einem Outfit? Ich gebe zu, meine Bilder bewegen sich meistens im Portraitbereich, sodass die Schuhe der Jungs und Mädels nur selten im Bild sind. Dennoch habe ich schon das ein oder andere Mal verzweifelt nach Möglichkeiten gesucht, eine Ganzkörperaufnahme zu machen und die Schuhe irgendwie plausibel zu verstecken. Sah meistens besch*** aus… Ganz ober-super-doll-wichtig ist es natürlich auch, dass die Schuhe sauber sind. Dunkle Flecken auf weißen Pumps weg zu retuschieren ist blöd!

 

  • Wasser & Müsliriegel
    Trinken ist unfassbar wichtig. Besonders wenn ihr euch während eines Shootings viel bewegt oder es einfach nur heiß ist. Ich habe mich früher oft verflucht, weil ich nicht daran gedacht habe und dann irgendwann einfach nur noch durst hatte. Die Müsliriegel sind zweitrangig. Ich habe sie immer gerne dabei, wenn ich weiß dass das Shooting länger als 3 Stunden dauern könnte. Immerhin ist es Arbeit und irgendwann brauchen wir einfach ein bisschen was zwischen die Zähne. Niemand möchte am Set einen „Snickers-Moment“ erleben.

 

  • Strohhalme
    … sind dann unersätzlich, wenn ihr eure Visa nicht zur Verzweiflung bringen wollt. Strohhalme sind die beste Lösung um gemütlich etwas trinken zu können, ohne Sorge haben zu müssen, dass der Lippenstift verwischt. Glaubt mir, ihr macht euch und eurer Visa das Leben um einiges Leichter.

 

  • Wäscheklammern (zum richten der Kleidung)
    Sind nicht mandatory, aber hilfreich. Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, warum der Pulli auf dem Foto im Prospekt/Online Shop bei euch nie so schön sitzt wie bei dem Model und das obwohl ihr eine ähnliche Figur habt? Ich verrate kein Geheimnis wenn ich sage, dass die alle schummeln. Meistens mit Klammern im Rücken, die die Kleidungsstücke noch schöner in Form bringen. Ein paar Wäscheklammern können also das Outfit noch einmal zusätzlich abrunden.

 

  • Hautfarbene Unterwäsche
    I know, I know. Das ist ja nun wirklich nichts Neues. Aber es gibt nach wie vor Mädels, die es nicht wissen und (noch viel weiter verbreitet) Fotografen die während des Shootings nicht darauf achten. Hinterher ist dann die Enttäuschung groß wenn ein Knaller-Bild rausfliegt, weil der pinke Rüschen-BH durchblitzt. Klar, kleine Träger-Blitzer kann man retuschieren und manchmal passt es ja auch zum Bild. Meistens ist es aber doch einfach nur ärgerlich. Ganz besonders glücklich machen mich immer selbstklebende BHs (z.B. von Hunkemöller), die sieht man nämlich auch bei Rückenfreien Oberteilen nicht. Und es kann halt immer mal sein, dass ein rückenfreies Teil den BH normalerweise verdeckt, aber genau in dieser einen coolen Pose den Blick dann eben doch freigibt und ihr das Bild nicht machen könnt / in die Tonne hauen müsst.

 

  • Bobby Pins
    Wer schon einmal Backstage im Theater oder bei einer Fashion Show war weiß, dass die Suche nach einem Bobby Pin KRIEG bedeutet!!!!!!!!!!!! Habt immer welche in der Tasche um die Frisur richten oder ändern zu können. Macht Visas auch ganz besonders glücklich. Wichtig ist dabei, dass die Pins zu eurer Haarfarbe passen. Es gibt sie normalerweise in Gold, Silber, Rotbraun und Schwarz (jaaa, es gibt sie in der Kinderabteilung auch in Pink und Blau). By the way, wo sind eigentlich meine Pins…

 

  • Make-Up
    Nur dann wichtig, wenn keine Visa da ist. Gerade wenn ihr verschiedene Outfits oder Looks shooten wollt, ist es praktisch eine kleine Auswahl an Make-Up dabei zu haben. Immer dabei sein sollte auf jeden Fall Lippenstift um im Laufe des Shootings nachbessern oder einfach variieren zu können.

 

  • Telefonnummer und ggf. Adresse des Fotografen auf Notizzettel
    Nichts, aber auch wirklich gar nichts ist schlimmer als diese Daten nicht als sicheres Back-Up irgendwo zu haben. Wir kennen das Problem alle, wenn der Akku mal streikt oder sonst irgendwas passiert. Blöd wird es, wenn man sich dann nicht beim Fotografen melden kann und im schlimmsten Fall ein ganzes Team irgendwo wartet (oder eben nicht mehr wartet, je nachdem was euch so dazwischen kommt).

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und nicht alle gelisteten Dinge sind zwingend notwendig. Aber vielleicht dient sie dem einen oder anderen von euch als Inspiration für die eigene kleine Shootingtasche.

Schreibt mir gern in die Kommentare was noch fehlt, was ihr für puren Blödsinn haltet und was euch selber am wichtigsten ist.

Viele Grüße,
Auri

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aurigraphy

Auri ist eine junge Fotografin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat junge Paare, Designer und Privatpersonen auf dem Weg zu emotionalen Bildern, dynamischen Lookbooks und individuellen Portraits zu verhelfen.

2 Kommentare

    • Vielen Dank für deinen Kommentar 🙂 Es freut mich sehr, wenn der Beitrag als hilfreich empfunden wird. Aufgeregt sein gehört halt absolut dazu und darf sein. Ist ein bisschen wie Lampenfieber. Man weiß eigentlich, dass man seinen Text beherrscht, kurz vorher wird es dann aber doch spannend. Eigentlich ein ganz cooles Gefühl.

      Viele Grüße,
      Auri

      Gefällt 1 Person

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