Der blaue Lotus – Ein Traum in Eis

Liebe Leser,

esst ihr auch so gerne Eis wie ich? Na klar, wer steht nicht auf Eis. Im Sommer beim Spaziergang am Rhein dürfen es gerne mal zwei, drei Kugeln im Becher sein. Das finde ich viel praktischer als die Waffel, mit der ich mich unter Garantie von oben bis unten einsaue. Leider. Die junge Designerin Luisa hat das Ganze allerdings auf ein ganz neues Level gehoben! Im Zuge ihrer Semesterarbeit für das Fashion Design Institut in Düsseldorf hat sie ein Kleid aus Eislöffeln designed. Ich habe genau so geguckt, wie ihr vermutlich gerade. Die Aufgabe bestand darin, ein Kleidungsstück aus einem Material zu entwerfen, das normalerweise nicht in der Modeindustrie verwendet wird. Klar, da kommt man natürlich als erstes auf… Eislöffel.

Nachdem Lusia bei Facebook eine Ausschreibung gestartet hat, haben wir uns einen Nachmittag gemütlich in einem kleinen Café im Herzen Düsseldorfs getroffen um das Konzept zu besprechen. Wir haben ihren Entwurf und viele Beispielbilder besprochen, einen Termin ausgemacht und geplant. Cool sollte es werden. Kein Wunder, bei insgesamt 3.500 verbrauchten Eislöffeln, die Luisa in mühevoller Kleinarbeit und in unzähligen Eisdielen zusammengetragen hat. Denn es konnten natürlich nicht irgendwelche Eislöffel sein. Diese enorme Summe musste auch noch in einer Farbe sein.

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Am Tag des Shootings trafen wir uns zuerst alle bei der Designerin zu Hause, um unser bildschönes Model Svenja Steyns zu stylen und das Outfit das erste Mal in Augenschein nehmen zu können. Vera hat einen tollen, schlichten Look gezaubert, der Svenjas crazy Haaren erlaubte, sich zu entfalten und trotzdem nicht zu stören. Ich fand es großartig! Anschließend sind wir mit Sack und Pack zu Meike ins atelier4u, meinem liebsten Mietstudio in Düsseldorf, gedüst. Mit Kaffee und Keksen versorgt konnten wir direkt loslegen, nachdem wir Svenja irgendwie in dieses monströs schwere Outfit geschnürt haben. Eine wahre Meisterleistung, dass sie nicht einfach vornüber gekippt ist!

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 Ich habe vor schwarzem Hintergrund mit nur einer Lichtquelle gearbeitet. Hierzu habe ich einen Beautydish verwendet. So ziemlich das erste Mal, das ich damit gearbeitet habe. Ich wollte Kontrast schaffen und das Model beinahe versinken lassen, um das reflektierende Outfit herauszuarbeiten. Im Nachhinein hätte ich es an der einen oder anderen Stelle gerne noch etwas aufgehellt, aber so ist das nun einmal. Man lernt absolut nie aus. Besonders beim Thema Studiofotografie merke ich das immer wieder. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit den Ergebnissen und freue mich natürlich sehr darauf, sie euch zeigen zu können. Was meint ihr? Coole Sache oder too much Eislöffel? Das Outfit hat übrigens den „New Fresh Design“ Award gewonnen!

Viele Grüße,

Auri

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aurigraphy

Auri ist eine junge Fotografin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat junge Paare, Designer und Privatpersonen auf dem Weg zu emotionalen Bildern, dynamischen Lookbooks und individuellen Portraits zu verhelfen.

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